Aus: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/5175340/Exklusiv_Mann-bringt-Baby-in-Graz-zur-Welt_Darueber-diskutiert

Mit erstaunen habe ich die beiden Artikel, der heutigen Kleinen Zeitung Ausgabe, gelesen:

mann-oder-frau

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Grund für diesen Artikel war, dass ein Mann, das erste Mal in Österreich, ein Kind zur Welt gebracht hat.

Gott sei Dank ist dies in Österreich möglich. Ja es gab Zeiten, da musste man eine komplette Anpassung durchführen um in seinem Geschlecht, nach außen, auch leben zu können. Es musste alles entfernt und operiert werden, dass man seinen Namen auf sein Geschlecht anpassen kann.

Gott sei Dank ist dies in Österreich nicht mehr nötig.

Warum mich dieser Artikel extrem aufregt? Es kommt ein komplett falsches Bild durch. In diesen beiden Artikel kommt so oft die Wörter will und wollen vor. Oder auch „war früher“ .. Nein das stimmt nicht. Es ist keine Entscheidung! Eine betroffene Person will nicht Frau/Mann sein. Sie ist es.

Es wird kein Unterschied zwischen Geschlecht und Aussehen gemacht. Das körperliche Merkmal ist nicht das Geschlecht. Das Geschlecht sitzt im Hirn! Ja früher gab es das „Verkrüppelungsgesetz“ bevor man Namen und Geschlecht auf den Urkunden ändern lassen konnte, musste man sich Operieren lassen. Viele haben das nicht verkraftet und nahmen sich lieber das Leben, statt den Weg zu gehen.

Jetzt hat man Gott sei Dank dieses Gesetz entfernt.  Ja man muss sich nicht entscheiden. Jedoch entscheiden wie „viel“ man anpassen lässt. Das Geschlecht wurde im Bauch entschieden. Ein paar Testo Schübe zu wenig in der 3. Woche und der Körper ist männlich und das Geschlecht weiblich.

Bitte machen sie sich auch über die verschiedene Ausprägungen schlau! Z.B.: Fluid (keine eindeutige Zuordnung zum Geschlecht), Tansgender (Eindeutiges Geschlecht, Körper jedoch falsch), Intersexuell und vieles mehr.

„Der Wunsch zur Geschlechtsumwandlung“. Ich selber bin auf dem Weg zur Anpassung meines Aussehens an mein Geschlecht. Ich wünsche mir das nicht, ich muss diesen Weg gehen. Ich bin als Frau zur Welt gekommen, ich bin nur leider in einem männlichen Körper. Mein einziges Ziel seit 40 Jahren ist, dass mein Körper zu meinem Geschlecht passt. Es ist keine Entscheidung, das ist kein Wunsch! Ich war früher kein Mann, ich war immer weiblich. Das früher war Er eine Frau zeigt wieder das Bild vom Autor, man kann es sich aussuchen!

„warum jemand transgender wird …“ Die Aussage der Grazer Psychiaterin, oje. Nach dieser Aussage würde ich Frau Eva Stix – wenn ich nicht schon alles hätte – nicht in meiner Auswahl für eine Unterstützung sein. Transgender wird man nicht, man ist es. Manche schaffe es zu unterdrücken, manche bringen sich um und ein kleiner Teil geht diesen schweren Weg. Wenn eine Therapeutin von will redet pfooo. Ja das Umfeld. Mein Umfeld hat mich fast 40 Jahre gezwungen mein wahres ich zu zeigen.

Wann fällt eine Entscheidung auf das Geschecht? Ca. in der 3. Woche im Bauch. Vielleicht habe ich mich da entschlossen ein Mädchen sein zu wollen, und mein Körper hat das nicht gehört. Das es vererblich ist, pfooo dazu sage ich jetzt nichts. So etwas habe ich noch nie gelesen. Ich hoffe das war eine „Erfindung“ des nicht interessierten Autors dieser Problematik.

Bitte Informieren. a) eine Hormon“kur“ benötigt man das ganze Leben. In meinem Fall bringt eine Anpassung keine Eierstöcke und daher kann der Körper nie ein Östrogen erzeugen 😉
b) ist es keine Umwandlung. Wir passen das Aussehen an unser Geschlecht an. Man benötigt kein Gutachten sondern eine Stellungnahmen.

Einmal noch: Es ist kein Wunsch, es ist keine Umwandlung. Wir passen Körper und Geist an.

Danke.

PS: Vielleicht hilft ihnen auch ein wenig Humor um das Thema zu verstehen: Faqs

 

 

5 thoughts on “Bitte informieren, liebe Kleine Zeitung!

  1. Samuel sagt:

    Liebe Sandra,

    Ich bin sehr froh, über deine wunderschöne Seite und damit diesen Post gestolpert zu sein. Wär am liebsten gleich persönlich in das Grazer Büro marschiert um auf den Tisch zu hauen und dem Herrn Verfasser dieser Artikel tatsächliche Fakten zu servieren, wäre für die Redaktion aber als Einzelperson vermutlich keine allzu ernstzunehmende Partei gewesen.
    Es ist eine Frechheit, dass solche Artikel ohne Hinzuziehen MEHRERER professioneller Fachkräfte, Informierten und Involvierten überhaupt veröffentlicht werden dürfen. Und vielleicht sollte mal versucht werden, tatsächliche Aufklärungsarbeit zu leisten, anstatt die Sensationsgier der Leute zu schüren.
    Vielen Dank für diesen Post! Mit dem Gewissen, dass die korrekte Information IRGENDWO im Internet vorhanden ist, lässt es sich besser schlafen. 🙂
    Herzliche Grüße und alles alles Gute für deinen weiteren Weg,
    Samuel

    1. Sandra sagt:

      Hi

      Habe auch direkt an die Zeitung geschrieben, leider keine Reaktion

      Lg

      1. Samuel sagt:

        Liebe Sandra,

        Ja das denk ich mir, typisch.
        Wir haben nun ein paar Personen und Organisationen, u.a. die Queer-Referate der Grazer Unis, zusammengetrommelt um soetwas wie eine Stellungnahme zu schreiben. Mal schauen was da draus wird.

        Herzliche Grüße!

        1. Sandra sagt:

          Hi

          wenn ich helfen kann, sehr gerne

          lg
          sandra

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